Qi Gong & Ernährung

Qi Gong und Ernährung?
- Gibt es da einen Zusammenhang?
- Nun, definiert man QI GONG als „Arbeit am Qi“, dann wird der Zusammenhang sofort klar.
Da es direkten Einfluß auf das Qi hat, kann man Essen an sich als eine Form des Qi Gong ansehen.

So, wie wir unseren Körper durch das regelmäßige Qi Gong-Training stärken, so beeinflussen wir ihn auch durch unsere Ernährung.
Nehmen wir energetisch wertvolle Nahrung zu uns, dann können wir ihm Energie zuführen, ihn stärken und gesund erhalten; nehmen wir jedoch energetisch wertlose Nahrung zu uns, dann stillen wir zwar unseren Hunger, schwächen unseren Körper aber letztendlich.

Im asiatischen Kulturraum nimmt die Ernährung noch einen sehr hohen Stellenwert ein.
So ist z.B. in China der Satz: ‚Hast Du schon gegessen’, auch heute noch eine gebräuchliche Begrüßungsformel.
Das liegt zum Teil daran, daß das Wissen um den Wert der Nahrung auch im Volk noch tief verwurzelt ist.

In China hat man schon sehr früh damit begonnen, das Wissen um die Wirkung des Essens schriftlich festzuhalten und es weiterzugeben.
Es waren taoistische und buddhistische Mönche und Einsiedler, die die Wirkung der einzelnen Lebensmittel systematisch erforscht haben. Da sie ebenfalls in der Medizin bewandert waren,
erkannten sie, aufgrund ihrer holistischen Sicht der Dinge, schnell die Zusammenhänge zwischen Medizin, Ernährung und Leben.
Die Ernährung nimmt in der Altchinesischen Medizin ein solch hohen Stellenwert ein, dass ein Arzt immer zuerst die Ernährungsgewohnheiten seiner Patienten hinterfragt. Des weiteren wird er in jedem Fall Ernährungsratschläge geben, die seine Therapie unterstützen, bzw. als Vorsorge dienen, wenn der Patient wieder geheilt ist.

Das Besondere an der Altchinesischen Ernährungslehre, die auch als ‚Ernährung nach den Naturgesetzen’ bezeichnet wird, ist jedoch nicht etwa das Kochen mit exotischen Zutaten, sondern die Auswahl der Speisen unter Berücksichtigung ihres Charakters, und deren Zubereitung nach energetischen Prinzipien.

Die Altchinesische Ernährungslehre ist ein Teil der sogenannten Energielehre. Sie betrachtet jedes Lebensmittel hinsichtlich seiner energetischen Wirkung und berücksichtigt dabei unter anderem, ob die verwendeten Lebensmittel mehr Yin- oder mehr Yang-Anteile haben.
Mehr Yin-Anteile bedeuten, dass das Lebensmittel eher kühlend und erfrischend auf den Körper
wirkt; mehr Yang-Anteile bedeuten hingegen, dass es dem Körper mehr wärmende und stärkende Energie zuführt.
Menschen, die grundsätzlich eher unter Kälte leiden, soll mehr Wärme zugeführt werden; für jene, die eher Hitzesymptome zeigen, sind kühlende, erfrischende Speisen empfehlenswert, da diese die Hitze ableiten.

Die Wirkungen der einzelnen Lebensmittel sind aber nicht das einzige Kriterium, welches die Altchinesische Ernährungslehre berücksichtigt.
Sie sieht sich sowohl in den jahreszeitlichen, als auch in den lebenszeitlichen Ablauf eingebettet. Das bedeutet, dass man im Winter Nahrungsmittel zu sich nimmt, die eine andere energetische Wirkung haben, als jene, die man im Sommer ißt, und dass die Ernährung im Alter anders aussieht, als in der Jugend.
Dadurch, dass man seine Essgewohnheiten den natürlichen Rhythmen anpasst, stellt man sicher, dass die Organe gestärkt werden und so ihre Aufgaben optimal erfüllen können.

Übt man darüber hinaus noch Qi Gong, dann werden die Organe zusätzlich unterstützt und gestärkt.
Milz und Magen z.B. sind dann in der Lage, die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe besser in Energie umzuwandeln und Schadstoffe herauszufiltern, was dazu führt, dass unser Körper energetisch weiter gekräftigt wird.
Das Aufzeigen der Prinzipe der Altchinesischen Ernährungslehre, welche die Zusammenhänge zwischen Charakter und thermischer Qualität der Lebensmittel im Ablauf der Jahreszeit und der Lebenszeit beschreibt, würde diese Webseite sprengen.

Diejenigen Besucher, die Interesse an dieser Thematik haben, können auf der Seite >Lesestoff< die Ausarbeitung ‘Erläuterung und Prinzipien der Altchinesischen Ernährungslehre' bestellen.
Sie enthält zusätzlich eine Auflistung der wichtigsten Lebensmittel unterteilt nach Charakter –
Geschmack – Organbezug und Wirkung.

Dschuang Dsi schrieb in seiner Geschichte ‚Wie man das Leben hüten soll’:

...“Vor einer gefährlichen Straße, wo unter zehn Wanderern einer ermordet wird, da warnen Väter, Söhne und Brüder einander, und nur in Begleitung eines zahlreichen Gefolges lassen sie einander ziehen.
Wo aber den Menschen die größten Gefahren drohen,
bei Nacht im Bett und
bei Trink- und Essgelagen,
da verstehen sie es nicht, einander zu warnen.         Das ist der Fehler.“...

Die Ausarbeitung ‚Erläuterung und Prinzipien der Altchinesischen Ernährungslehre’ soll dabei helfen, dass wenigstens schon einmal die Gefahren, die bei „Trink- und Essgelagen“ lauern, ein wenig vermindert werden. :-)

Siehe auch Lesestoff

 

Zurück zur Startseite